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21

Montag, 25. Februar 2008, 13:59

Ohweh, ohweh! Das wird nicht gut enden, glaub ich. >.< Oder ich täusche mich, was in dem Fall recht gut wäre. ^^"
War wieder ne nette Fortsetzung. Ich freue mich schon auf die nächste.

22

Montag, 25. Februar 2008, 14:08

Oweiha, das geht ja heiß her. *grübel* Frage mich doch was genau der Herr mit den Augen stallten kann....wobei ich es ahne.
"Füllt den Graben mit den Körpern eurer gefallenen Kameraden. Steigt auf ihre zerschmetterten Leichen, um die Zinnen zu erreichen. Bringt die Mauern mit dem Gewicht der Toten zum Einsturz."

23

Montag, 25. Februar 2008, 23:01

Na, da fliegen ja nur so die Fetzen !

Das ist wieder durch und durch spannend geschrieben, man hört schon fast die Klingen durch die Luft sausen.

Ich hoffe, die beiden Kontrahenten werden sich bewusst, dass sie aus dem gleichen Holz geschnitzt sind und gehen anschließend erst mal einen Mund voll Blut trinken...

:super: klasse Fortsetzung ! Zum Dank einen :keks: , freue mich schon auf die nächste Fortsetzung ! :freu:
Crudelitas werkelt...guckst du ?



" I always was considered heartless "

Julian

Sharingan Vampir

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24

Montag, 3. März 2008, 19:22

Und weiter gehts, wie immer viel Spaß beim lesen :]

Edit: In der Eile mal wieder nicht aufgepasst, jetzt sind die Gedanken wieder Kursiv ;)

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Erstaunt schaut er sie an, als sie, trotz ihrer offensichtlicher Unterlegenheit zum Angriff ansetzt.
Was für ein Vampir!
Die überzahl seiner Waffen und sein Auge, lassen ihn nun zu einem zu mächtigen Gegner für sie werden, aber das scheint sie nicht zu stören, im Gegenteil, es scheint, als hätte dies ihren Kampfgeist nur noch mehr angeregt. Sie bewegt sich für ihre Wunden erstaunlich schnell und zwingt ihn trotz des fehlenden Fangdolches seine Aufmerksamkeit von ihr abzuwenden und auf den Kampf zu lenken.
Sie scheint noch jung zu sein, der Regen setzt ihr ganz schön zu, aber woher dann diese Kampferfahrung, diese Stärke?
Wieder muss er abblocken, kontert ihren Schlag aber mit einem heftigen Tritt, der sie in die Knie gehen lässt. Verbissen klammert sie sich an ihrem letzten Fangdolch fest, als sie wieder nach oben schaut, ist er verschwunden. Sie spürt etwas an ihrer Schulter, doch bevor sie sich wehren kann hat er ihr schon seinen Mantel um gehangen und hält sie mit sanfter Gewalt fest im Arm. Er schaut sie an und springt dann auf den Dächern davon. Auf dem letzten Dach wirft er ihr noch einen letzten, interessierten Blick zu – Wir sehen uns wieder, ich bin sicher! – Dann verschwindet er.



Wie betäubt steht sie schwer atmend auf dem Dachfirst und sieht ihm nach. Dann endlich, als die Anspannung von ihr abfällt, fordert ihr geschundener Körper seinen Tribut und sie sinkt erschöpft in die Knie.
Welcher Wahnsinn hat mich befallen?! Ich hätte sterben können! Und zugleich weiß sie genau, warum sie blieb.
Ihre Glieder schmerzen und sie spürt den Blutverlust als erschöpfende Schwäche. Sie bräuchte Blut, fühlt sich aber außerstande, jetzt zu jagen.
Wenn ihn der Regen nicht derart beeinträchtigt hat wie mich, dann ist er entweder älter als ich oder hat entsprechende dunkle Gaben.
Sein Mantel.
Bis auf die Risse hält er den Regen ab. Die feine Spur eines Geruches, wahrscheinlich sein eigener, haftet am Stoff. Dankbar kuschelt sie sich in den Mantel.
Seltsamerweise spürt sie keinerlei Traurigkeit über sein plötzliches Verschwinden. Der Mantel ist eine Art stilles Versprechen. Eines Tages wird sie ihn an den Unbekannten zurückgeben. Aber im Moment ist er der einzige Beweis, dass das Ganze wirklich passiert ist...
Dann denkt sie an ihren zweiten Dolch. Nicht auszudenken, wenn die Sarafanen ihn fänden. Wie die Kugel sind diese Dolche eines ihrer Heiligtümer. Gearbeitet aus einer Metall-Legierung, deren Namen sie nicht kennt.
Sie findet ihn auf dem Straßenpflaster unweit des Hauses. Wie erwartet, hat das Metall nicht einen Kratzer.
Geschwächt macht sie sich auf den Weg durch die Schluchten hinter Uschtenheim. Ihr Ziel ist eine Höhle in den Felsen, die den See an der Ruine umgeben.
Als sie sich endlich in der trockenen Sicherheit der Felsennische weiß, bricht sie am Ende ihrer Kräfte zusammen. Noch immer in den Mantel gehüllt fällt sie sofort in einen traumlosen Schlaf, in dem ihr vampirischer Körper sich schneller regeneriert...



Auf dem Weg zu seinem Versteck muss er immer wieder an die unbekannte Vampirin denken.
Es ist lange her, dass ich einen Vampir getroffen habe und noch länger her, dass es einer wie sie war.
Geschafft von dem Kampf will er nur noch in seinen Unterschlupf und seine Wunden verheilen lassen. Der Weg hat ihn schon genug Zeit und Anstrengung gekostet, denn er musste ungewöhnlich viele Sarafanen-Patrouillen ungesehen passieren. Hätten sie ihn entdeckt und es wäre zum Kampf gekommen, wäre er in seinem jetzigen Zustand chancenlos gewesen. Durchnässt und mit Blutrinnsalen überströmt sieht er endlich sein Versteck, die alte Eiche, die aus den Ruinen am See hervorragt. Dort, in der schutzbietenden Baumkrone, lässt er sich nieder und versorgt erstmal seine Schwerter, dann seine Wunden und lässt dabei seine Augen immer wachsam bleiben, denn Ruhe kann er sich nur gönnen, wenn alles wirklich absolut sicher ist, so hat er es von seinem Meister gelernt und nur so hat er so lange überleben können. Endlich kann er sich ausruhen, doch sein Schlaf wird unruhig bleiben, da er nach dieser Nacht nichts riskieren will und auch im Schlaf sofort Kampfbereit beleiben muss.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Julian« (4. März 2008, 17:44)


25

Montag, 3. März 2008, 19:37

Dann schreib ich auch mal wieder^^
Echt super Fortsetzung, :super: ich freu mich schon wie es weiter geht.^^
Ich hoffe die Fortsetung lässt nicht alzu lange warten :freu:
Man kann aus kleinen Rollen große machen, wenn man sie nur auf ihre eigene Weise Leben lässt…
Sobald einen Menschen Zeit und Respekt gewährt werden, blüht er auf…


I´m bleeding
I´m fading
Here in my final hour
When long-lost memories return
And a voice keeps calling
“All dead and gone”


[Blind Guardians- Fallen Angel]

26

Montag, 3. März 2008, 21:05

Na, da haben sich die zwei ja mal mächtig ausgetobt ! :D

Das ist interessant, dass die beiden so voneinander beeindruckt sind, verspricht eine gute Fortsetzung ! :super:

Ist wieder klasse geschrieben, und ich kann es kaum abwarten, wie es weiter geht... :ugly:

Zum Dank, einen :keks: und ein :bier: ! Aber gut einteilen...die Woche ist lang... ;)
Crudelitas werkelt...guckst du ?



" I always was considered heartless "

27

Dienstag, 11. März 2008, 08:23

Mannomann! Hab ich's gestern doch glatt versiebt, was neues einzustellen? :ähm:
Na dann jetzt ^^

Vielen Dank an die holde Leserschaft :)

_________________________________________________________________________________________________________________________________

Sie schlägt die Augen auf. Ihre Kehle fühlt sich staubtrocken an. Langsam bewegt sie ihre Hände, dann ihre Arme, rollt sich einmal unter dem Mantel auf die Seite. Sie spürt keine Schmerzen.
Wie lange hat sie geschlafen?
Dem Licht nach zu urteilen, das in dünnen Strahlen Lichtflecken auf den felsigen Boden malt, herrscht Dämmerung. Ist es morgens oder abends? Die Luft ist kühl und sie kuschelt sich erst einmal wieder in den Mantel.
Der Hunger zwingt sie schließlich, sich doch aufzurappeln und einen Blick nach draußen zu werfen.
Es muss morgens zu sein. Die Sonne scheint fahl durch diesige Wolken. Es ist kühl und der See weit unter ihr hat die Farbe von eisigem, tiefen Blau. Der Anblick lässt sie schaudern, aber gerade deswegen hat sie hier eines ihrer Verstecke. Eines von vielen.
Doch nun sollte sie jagen gehen. Zur Zeit wimmeln die Pässe von Sarafanen, oder doch zumindest von ihren Handlangern.
Vorsichtig klettert sie die Felswand hinab und lässt sich auf einen Sims fallen. Als sie suchend die Blicke schweifen lässt, fallen ihr drei Wachposten ins Auge. Sie sieht noch einmal zu den zusammengestürzten Ruinen auf der anderen Seite des Sees auf.
Sie erinnert sich: Damals war sie noch ein sehr junger Vampir, gerade erst flügge geworden, nachdem 'sie' ihren Schöpfer ermordet hatten. Damals fand sie auch diese Höhle hier. Es war ihr erster längerer Schlaf. Als sie wieder erwachte, war das große Bauwerk über der geflügelten Figur eingestürzt. In der Felswand darunter klaffte ein großes Loch, als habe irgendeine Macht den Felsen zerschmettert. Neugierig geworden, versuchte sie die Höhlung genauer zu untersuchen, doch die Gänge im Felsinnern waren schon nach wenigen Metern von einem Steinschlag verschüttet.
Die Neugier darauf, was es mit diesem Ort für eine Bewandtnis hat, hat sie seitdem nie wirklich losgelassen.
Doch jetzt braucht sie zunächst einmal Blut und ihre Augen haben bereits ein Opfer erspäht. Eine junge Magierin, wie sie an dem rituell geschorenen Schädel erkennt. Als sie näher pirscht, sieht sie, wie jung sie noch ist, noch ein halbes Kind. Doch ihr Gesicht ist bereits unter der Einwirkung ihrer Lehrzeit und Weihe zu einer fanatischen Fratze verzerrt.
In einiger Entfernung stehen zwei Sarafanwachen, gelangweilt auf ihre Lanzen gestützt, die den Passweg in Richtung Uschtenheim beobachten. Daran, dass die Gefahr aus ihrem Rücken, aus der angeblichen Sackgasse, dem See kommt, denken sie nicht.
Als sie ihre nadelspitzen Zähne in der weichen Haut des Mädchens versenkt, entsteht nicht das geringste Geräusch. Die zwei Wachen haben nichts gemerkt.
Gestärkt von dem jungen Blut kann sie ihre dunkle Gabe anwenden, um sich auch die zwei Wachen vorzuknöpfen. Ihre Gestalt zerfließt in Nebel und nur Sekunden später haben auch die Wachen ihr Leben ausgehaucht.
Erfrischt reckt sie sich. Sie fühlt sich stark und wunderbar! Was wird sie nun mit dem Tag anfangen? Sie weiß es schon. Wie nach jedem längeren Schlaf sollte sie nachsehen, ob die Kugel noch sicher verwahrt ist. Doch dazu muss sie in Richtung Sumpf. Irgendwie hat sie es nie gewagt, die Kugel aus dem Sumpf fortzubringen. Sie ruht, wie sie hofft, noch immer in ihrem dortigen Versteck.
Beschwingt durch das Blut, welches durch ihre Adern rauscht, springt sie fast mühelos von Felsvorsprung zu Felsvorsprung, immer weiter auf Uschtenheim zu.
Und dort, im Schatten einer Nische verborgen, lässt sie den Blick über den malerischen Ort schweifen und ihr Blick heftet sich fast wie von selbst an den Dachfirst, auf dem ihr Kampf stattfand. Gedankenverloren reibt sie den Stoff des Mantels zwischen ihren Fingern. Sie trägt ihn, da sie ihn nicht zurücklassen wollte. Außerdem hatte sie ja vor, ihn zurückzugeben, auch wenn sie sich innerlich vor diesem Gedanken scheut. Sie betrachtet ihn mittlerweile als ihren Talisman und unbewusst hofft sie, mithilfe des Mantels sei es leichter, den fremden Vampir wiederzufinden. Unentschlossen kauert sie zunächst in der Nische. Könnte er hierher zurückkommen, getrieben von den gleichen Gedanken wie sie? Sie zögert. Was, wenn er tatsächlich wieder auftaucht, gerade, wenn sie Uschtenheim verlassen hätte? Andererseits drängt es sie, nach der Kugel zu sehen. Rastlos öffnet und schließt sie die Klauen. Dann hat sie ihren Entschluss gefasst.
Wie ein schwarzer Schatten jagt sie über die Dächer des Ortes, weiter in Richtung des Sumpfes.


Die ersten Sonnenstrahlen erwecken ihn aus seinem unruhigen Schlaf. Geträumt hat er nicht, nur selten wird sein Schlaf von Träumen begleitet, deren Bedeutung er nicht kennt. Ein früheres Leben? Erinnerungen seines Meisters oder seiner Opfer? Er weiß es nicht. Er schaut sich nach Nahrung um, kann aber keinen Menschen erblicken, dennoch muss er trinken, also wird er sich wohl mit Tierblut zufrieden geben müssen...
Ein Hirsch, das sollte vorerst genügen, er saugt ihn nicht ganz leer, trennt dem Tier aber den Kopf ab, damit es sich nicht verwandelt, er ist sorgfältig in dem was er tut!
Das Blut des Hirsches glänzt dunkelrot als er seine Klinge in das Sonnenlicht hält. Gedankenversunken bleibt er einen Augenblick lang so stehen, dann säubert er die Klinge im See. Das Blut wirft Wolken im Wasser, die immer fahler werden, bis sie sich schließlich ganz aufgelöst haben.
Es ist ein kalter Morgen und die Luft tut schon fast weh in den Lungen.
Er macht sich auf den Weg nach Uschtenheim, wo er eine Verabredung mit einem Menschen hat, ‚Draz’ ein weiser alter Mann, dem es egal ist, ob er mit einem Vampir oder einem Menschen bandelt, zu viele Jahre schon hat er den Krieg zwischen Vampiren und Menschen mit angesehen, zu viel von beiden Seiten weiß er, um sich jetzt noch für eine entscheiden zu wollen.
Draz ist ein Genie in Sachen Restaurierung, Reparatur und sonstigen Arbeiten, die Geschick und Geduld fordern.
Heute ist der Tag, an dem er sich die Karte abholen kann, ein Jahr schon wartet er auf die vollständige Restaurierung, doch die alten Vampirglyphen, machten die Sache unerwartet schwer.
Und wo er schon mal dabei ist kann Draz auch gleich seine Lederrüstung ein wenig überholen, sie hat in letzter Zeit viel leiden müssen, ihn aber auch vor schlimmerem bewahrt.
Als er in Uschtenheim ankommt wartet Draz schon wie vereinbart in der dunklen Gasse neben der Taverne ‚Zum roten Raben’.
„Hast du meine Bezahlung?“
„Ich habe das, was du verlangst besorgen können, Draz, aber es war nicht einfach, ich hoffe die Arbeit hat sich gelohnt!“
Er weiß, dass Draz der Beste ist, aber das gehört nun mal zum Geplänkel.
„Ich konnte die Karte vollständig restaurieren, wie du es verlangt hast und nun gibt mir das Buch, dann verrate ich dir, wo die Karte ist.“
Wie selbstverständlich greift er mit der rechten Hand nach seiner Innentasche des Mantels, als es ihn durchzuckt. Er hat das Buch im Mantel gelassen und er hat keine Ahnung, wo er oder seine jetzige Trägerin sich befinden könnten.
„Was ist los? Hast du es oder nicht?“
Er muss sie jetzt finden, koste es was es wolle, zu lange wartet er schon auf die Karte und er weiß, das Drohungen bei Draz nicht helfen werden. Wird er nicht bezahlt, nimmt er das Versteck seiner Arbeiten mit ins Grab.
„Du wirst dich noch gedulden müssen, Draz. Es gibt noch etwas, was ich erledigen muss, ich komme zu dir, sobald alles erledigt ist.“
„Du weißt, was passiert, wenn du versuchst mich zu bescheißen, also komm erst wieder, wenn du das Buch bei dir hast, es ist riskant sich am Tage mit einem Vampir zu zeigen, du weißt wo du mich findest.“
Draz verschwindet wieder im ‚Zum roten Raben’ und er muss sich auf die Suche nach der mysteriösen Vampirin machen.
Wo bist du?


Als Charlet endlich den Rand der Plattform erreicht und auf das undurchdringliche Grün herabsieht, kämpft sie mit den Tränen.
Ob deswegen, weil dieser Teil Nosgoths das erste war, was ihre vampirischen Augen sahen, oder weil sie dieser Anblick unwillkürlich an ihren ermordeten Schöpfer erinnert. Sie weiß es nicht. Sie spürt das reiche Vorkommen an Wasser hier als leichtes Prickeln auf ihrer Haut. Aber es ist nicht unangenehm, nicht so offensichtlich tödlich wie das Wasser am See.
In der kalten Luft schweigen die Frösche und Kröten, die den Sumpf an warmen Tagen mit ohrenbetäubendem Lärm erfüllen. Als sie vorsichtig an den Mauern einer von Moos überwucherten Ruine herabklettert, hält sie immer wieder inne, lauscht, sichert ihre Umgebung ab. Mahnmale in Form von Pfählen, die unten an Grund im Boden stecken, dazwischen immer wieder die verhassten Sarafanen-Banner, erinnern sie stets daran, wie tödlich hier Unaufmerksamkeit und Selbstüberschätzung sein kann.
Doch alles ist still. Weit und breit keinerlei Wachen. Sie wagen sich eh nur selten hierher. Das Wissen um die Scheu der Vampire vor Wasser, lässt ihnen die Überwachung dieses Gebietes überflüssig erscheinen.
Aber sie wissen immer noch so wenig grinst sie still in sich hinein.
Zum Glück!
Flink und geräuschlos läuft sie entlang der Mauern nach Westen. Ihre Füße hinterlassen zwar Spuren, aber in diesem Landstrich hat nichts auf Dauer bestand. In ein paar Stunden werden sie verschwunden sein.
Vor der massiven Steinwand eines verfallenen Steintempels bleibt sie schließlich stehen. Forschend blickt sie sich noch einmal nach allen Seiten um ....

28

Dienstag, 11. März 2008, 15:17

Ja, die Fortsetzung ist ja mal wieder so etwas von spannend ! :super:

Ich bin gespannt, ob er sie noch findet, oder was sich noch im Sumpf so abspielt... :poke:

Jedenfalls finde ich es gut, dass es in dieser Woche noch eine Episode gibt ! (habe schon geguckt, war aber gestern noch nichts da...)

Nu, für diese Arbeit ein :super: ein :anbet: und einen :keks:
Crudelitas werkelt...guckst du ?



" I always was considered heartless "

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Crudelitas« (11. März 2008, 16:57)


29

Dienstag, 11. März 2008, 16:04

Wieder eine schöne, spannende Fortsetzung. ^^ Und es sei dir verziehen, dass du nicht dran gedacht hast die Fortsetzung reinzustellen, denn schließlich hast du ja alle Hände voll zu tun. Außerdem macht die Spannung alles wieder wett. ^^

Bin gespannt darauf, wie es weiter geht.

30

Dienstag, 11. März 2008, 17:47

Ja, die Fortsetzung ist wirklich spanden^^
Ich bin schon ganz gespannt wie sich die zwei das nächste Mal treffen :super:
Man kann aus kleinen Rollen große machen, wenn man sie nur auf ihre eigene Weise Leben lässt…
Sobald einen Menschen Zeit und Respekt gewährt werden, blüht er auf…


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31

Dienstag, 11. März 2008, 19:32

Echt gut geschrieben. Bin mal gespannt wer der Vampir ist, mit dem sie es da zu tun hat.
Macht schnell weiter :super:
Hüter der Säulen verbittert klagen,
versuchen dem Schicksal zu entgehen.
Doch der Geist des Mutes lässt sie wagen,
und am Ende siegreich Fahnen wehen.

Meine Fanfic Was soll aus dir werden?
Meine ersten Werke

32

Montag, 17. März 2008, 09:02

Man dankt für die Kommentare und für' Lesen ^^

Nächster Teil wird erst mal von mir gepostet

_____________________________________________________________________________________________________________________________________________

Er überlegt, wo sie sein könnte und geht so noch einmal zu dem Dach, auf dem sie sich das erste Mal begegnet sind. Er erinnert sich an den Kampf und die Leidenschaft, von der er getrieben wurde und vergisst kurz sein eigentliches Ziel, als seine Gedanken zu ihr abschweifen...
Nach kurzem Beobachten des Daches erkennt er, dass er hier keine Hinweise oder Spuren findet, die zu ihr führen könnten, also macht er sich wieder auf den Weg zu den Ruinen.
Als er vorsichtig die Felswand entlang klettert, sieht er einen Trupp Sarafanen die aufgeregt in Richtung Passweg rennen. Unauffällig folgt er ihnen.
Dann sieht er den Grund für ihre Nervosität, drei Sarafanen-Leichen, offensichtlich getötet durch einen Vampirbiss, er hofft, dass sie es war und wagt sich vorsichtig näher an die Sarafanen heran, um zu hören, ob sie näheres wissen.
"Oh Mist, das war Greeds Trupp, getötet von diesem Vampirpack!"
"Die müssen endlich ausgerottet werden, diese verdammten Vampire!"
"Der Hauptmann sagt, dass sie alle hinterrücks ermordet worden sein müssen, weil es keine Anzeichen eines Kampfes gibt."
"Ja, der Suchtrupp wurde auch schon vom Hauptmann losgeschickt. Wie es aussieht ist der Vampir in Richtung Sumpf verschwunden."
Er hat genug gehört, um zu wissen, wo er suchen muss, es gilt sich zu beeilen, vielleicht ist sein Buch schon verloren, vielleicht ist SIE schon verloren!
Sie dürfen sie nicht in die Finger bekommen!Er stößt sich von der Felswand ab, den drei Sarafanen entgegen, im Flug löst er die Maske und zieht seine Schwerter. Die Sarafanen sind zu überrascht, um reagieren zu können, im nächsten Augenblick, sind die beide Äußeren von den Schwertern durchbohrt, der mittlere zuckt noch, als ihm das Blut aus dem Körper gesogen wird.
Gestärkt von ihrem Blut ist er nun bereit, sich auf den Weg zu machen, um sie zu finden...


Sie zögert. Sie kann sich des Verdachts nicht erwehren, dass etwas in der Luft liegt. Doch ob sich drohende Gefahr oder einfach etwas Ungewöhnliches ankündigt, kann sie nicht erkennen...
Konzentriert lauscht sie auf all ihre Sinne, die bis zum äußersten gespannt sind. Derart versunken nimmt sie feine Spuren in der Luft war. Ein laufendes Tier erfühlt sie als zarte Vibration im Boden. Den Wind in ihrem Haar kann sie hören, aber nichts deutet auf das hin, was sie beunruhigt. Sie zweifelt nicht daran, dass dort draußen tatsächlich etwas ist, aber wenn selbst ihre vampirischen Sinne ihr noch keinen eindeutigeren Hinweis liefern, ist 'es' wahrscheinlich noch zu weit weg.
Doch mein Zögern wird mir hier auch nichts nützen!, ruft sie sich selbst zur Ordnung. Wenn Gefahr drohen sollte, dann ist es besser ich bin dort oben, als hier unten
Entschlossen schlägt sie ihre Krallen in das poröse Gestein, doch ihr Körper ist zu schwach, als dass sie sich an der Wand halten könnte. Für ihren Schöpfer wäre dies kein Problem gewesen. Sie hatte ihn hier oft mit übermenschlicher Gewandtheit und Schnelligkeit die alten Ruinen
erklimmen sehen. Jedes Mal hofft sie, sie sei inzwischen stärker geworden, doch dies scheint noch in weiter Ferne zu liegen.
Ob der Fremde das kann? überlegt sie, als sie nach den uralten Efeuranken greift. Seine Hände und auch seine Hautfarbe waren noch menschlich: Älter als ein paar hundert Jahre kann er nicht sein.
Dann denkt sie an diese merkwürdigen Augen und an das Gefühl, welches sie bei diesem Anblick verspürt hatte. Gerade so, als ob....
Ein leichtes Zittern durchfährt sie, doch dann hat sie die Mauer auch erklommen und zieht sich auf den moosbewachsenen Vorsprung. Fast hätte sie sich dabei in dem Mantel verheddert, den sie noch immer trägt und sie presst sich erschrocken an das Wandrelief hinter ihr.
Noch einmal lauscht sie, während sie ihren Atem beruhigt, dann, als sie sicher ist, dass weder Menschen noch andere Wesen, von denen Gefahr drohen könnte in der Nähe sind, umfasst sie einen der gewundenen Vorsprünge und zieht ihn mit einem Ruck zurück. Der schwere Stein gleitet zur Seite und gibt eine Öffnung frei. Tiefste Dunkelheit erwartet sie, als sich der Stein hinter ihr wieder schließt.
Zwei Wimpernschläge braucht sie, dann haben sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt und sie nimmt alles wie an helllichtem Tag war.
Wer immer auch die Baumeister dieser nun verfallenen Gebäude waren, sie wussten, was sie taten. Die Farben an den Wänden sind zwar verblasst, die Reliefs verwittern und einzelne Gesteinsbrocken sind hier und dort aus den Wänden gebrochen, doch dar Raum ist nach wie vor massiv und stabil.
Und er lässt sie sich unbedeutend fühlen...
Doch da ist sie.
Genau dort, wo sie sie zurückgelassen hat.
Die Kugel.
Das letzte Geschenk ihres Schöpfers.
'Verliere sie nicht', hatte er ihr einst gesagt 'sie kann dir Halt in der Weite der Ewigkeit geben!'
Vorsichtig und sanft lässt sie ihre Hände über die kopfgroße Kugel gleiten. Das durchsichtige Material ist kühl und glatt und ein schwacher goldener Schimmer geht von ihr aus. Wie immer entstehen innerhalb der Kugel kleine Lichter, schweben sacht im Innern der Kugel, bevor sie verlöschen und wieder neu entstehen. Diesem Schauspiel hat sie schon oft und lange zugesehen, doch sie empfindet es immer wieder als faszinierend.

Nun, da sie sich überzeugt hat, dass ihr Schatz unversehrt ist, lässt sie den Blick durch den Raum schweifen.
Noch immer gibt es nur diesen einen Eingang. Ich brauche mir wohl keine Sorgen zu machen.
Nur widerstrebend wendet sie sich von der matt leuchtenden Kugel ab. Am liebsten würde sie sie immer bei sich tragen, aber die Kugel ist nicht zu schwer, sondern zu unhandlich. Und sie malt sich mit Entsetzen aus, dass sie ihr so leichter gestohlen werden könnte.
Nicht, dass der Dieb überhaupt etwas mit ihr anfangen könnte. Sie ist die einzige, die das Geheimnis der Kugel kennt, doch der Gedanke, dass man ihr das letzte nehmen könnte, was sie an ihren Schöpfer erinnert, lässt sie erschaudern.

Schließlich greift sie wieder in die Gesteinsvorsprünge, um die Tür aufzustemmen.
Da erstarrt sie mitten in der Bewegung, denn ihre Ohren haben ein Geräusch gehört. Und dieses wurde weder durch sie selbst verursacht, noch kommt es aus diesem Raum.
Etwas ist draußen im Sumpf und es ist kein Tier.
Sarafanen!!!


Am Waldrand angekommen hält er erst einmal inne, der Wald ist groß und voller Geheimnisse. Ehrfürchtig schaut er die Bäume hoch, schon viele Jahrhunderte haben sie überdauert, sie kennen die Geschichten der Vampire und der Menschen. Dann tritt er ein und wird sofort vom Zauber des Waldes gefesselt. Es scheint, als würden die riesigen Bäume mit ihren Ästen und Blättern die kleineren Pflanzen und auch die Tiere des Waldes und alles was hier sonst noch lebt beschützen. Sein Meister hat immer gesagt: „Respektierst du den Wald und die Natur, so wird sie dich respektieren und schützen!“ Er war es der ihm die Ehrfurcht vor der Natur beigebracht hat und ihm gezeigt hat, wie man auf die Stimmen des Waldes hört!
Er horcht in sich hinein und konzentriert all seine Sinne. Die Sarafanen hat er auf seinem Weg nicht getroffen, sie müssten also schon hier sein, vielleicht haben sie SIE und sein Buch sogar schon aufgespürt. Er verdrängt den Gedanken schnell wieder und horcht weiter in sich hinein.
Das Buch darf nicht in ihre Hände geraten!
Eine Zeit lang steht er so da und bittet den Wald um Hilfe, dann ein Bild vor seinem geistigen Auge, Sarafanen, sie stürmen durch den Wald, anscheinend einer Fährte hinterher, sie scheinen sich ihres Weges sehr sicher!
Jetzt weiß er, in welche Richtung sie gelaufen sind! Ohne Zögern rennt er los, in der Hoffnung die Sarafanen noch rechtzeitig einzuholen, in der Hoffnung sie zu finden und in der Hoffnung, dass die Geheimnisse des Waldes weiterhin schlummern!


____________________________________________________________________________________________________________________________________________


33

Montag, 17. März 2008, 09:32

Das ist gemein, wie kannst du nur an so einer Stelle aufhören? ;(
Ich möchte zugerne wissen, was es mit der Kugel auf sich hat und ob er ihr noch rechtzeitig helfen kann.
Macht schnell weiter :super:
Hüter der Säulen verbittert klagen,
versuchen dem Schicksal zu entgehen.
Doch der Geist des Mutes lässt sie wagen,
und am Ende siegreich Fahnen wehen.

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Meine ersten Werke

34

Montag, 17. März 2008, 12:22

Tincabel hat Recht. Das hier ist eine sehr gemeine Stelle.
Ich find beide Teile, jeweils von euch beiden geschriebenen Teile, sehr gut. Es ist spannend und die Charas wirken lebendig.
Allerdings will ichnun wissen, was es mit der Kugel auf sich hat.
Ich hoffe, dass es hier bald weiter geht.

35

Montag, 17. März 2008, 13:28

Ja, ich will auch wissen was es mit der Kugel auf sich hat^^
Sehr spannend geschrieben und die Zeichnung ist super schön, echt super Arbeit :super:
Man kann aus kleinen Rollen große machen, wenn man sie nur auf ihre eigene Weise Leben lässt…
Sobald einen Menschen Zeit und Respekt gewährt werden, blüht er auf…


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36

Dienstag, 18. März 2008, 21:33

Sehr spannend und sehr schön geschrieben ! :super:

Mich würde auch sehr brennend interessieren, wer ihr Meister war ! Na, und was es mit der kugel auf sich hat ! Ein Schlüssel ??? :hm:

Sehr schöne Geschichte ! Und noch einen :keks: zur Stärkung...
Crudelitas werkelt...guckst du ?



" I always was considered heartless "

37

Montag, 24. März 2008, 22:14

Weiter geht's ^^

Das Geheimnis der Kugel wird noch gelüftet und zum Schöpfer... wartet's ab ^^
Jetzt gibt's erstmal Äkschn! :D
___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Lauernd steht sie im Schatten auf dem Mauervorsprung und zieht in einer
fließenden Bewegung ihre Dolche. Sein Mantel hilft ihr dabei, mehr oder
weniger vollkommen mit den Schatten zu verschmelzen.
Scheint, als war ich vorhin etwas zu leichtsinnig. Sie lächelt höhnisch
über ihre Dummheit
Scheint aber auch , als hätten die Wachen dazugelernt. Und ihr Lächeln schlägt in eine Art spöttisches Mitleid um.
Nun gut, dieses Spiel hat sie schon öfter gespielt und der Sumpf ist
ihre erklärte 'Spielwiese' . Sie ist ein Kind ihres Schöpfers, aber der
Sumpf machte sie erst zu dem, was sie heute ist. Diese Bäume hier waren ihre Wiege, ihr Schutz, die Lebewesen ihre Lehrer und 'Spielgefährten'.

Sie ist ein Kind des Sumpfes. Erinnerungen überrollen sie: Vögel in den
Bäumen, denen sie neugierig folgte, deren Rufe sie nachahmte, Wasser,
das zum ersten Mal ihre Füße verbrannte, seltsame Blumen, die Insekten
fangen, Glühwürmchen, das Lied der Zikaden, ihre Begeisterung, mit der
sie ihm jeden Morgen alles erzählte, sein Lachen,....
Sie gönnt sich ein sehnsüchtiges Seufzen, dann verzerren sich ihre
Gesichtszüge in Hass.
Ihr habt meinen Schöpfer getötet, mich bekommt ihr nicht!!!


Er stößt sich an den Bäumen ab, um schneller vorwärts zu kommen, die Landschaft beginnt bei der Geschwindigkeit zu verschwimmen, er spannt alle Muskeln und konzentriert all seine Sinne.
Da, er sieht den Sarafanen-Trupp, er fängt seinen Schwung am nächsten Baum ab und versteckt sich in den Wipfeln.
Eine alte Vampirruine, mir war nicht bekannt, dass es welche in diesem Wald gibt! Interessant!
Da er nicht hier aufgewachsen ist, kennt er sich in diesem Gebiet nicht sehr gut aus, eigentlich sollte sein Aufenthalt ja auch nicht lange dauern, er wollte nur Draz aufsuchen und dann mit der Karte wieder verschwinden.
Er sieht, wie die Sarafanen vor der Ruine stehen, die, da sie ein wenig höher liegt, von ihnen nicht leicht zu erreichen sein wird, dennoch scheint es, als wären sie zufrieden.
Es scheint, als hätten sie Erfolg gehabt, als würde ihre Spur hier enden, auch er nimmt ihre Gegenwart sehr stark war.
Er konzentriert sich, riecht, seine Augen folgen dem Geruch und da, ganz im Schatten versteckt nimmt er ihre Silhouette war.
|Ich werde dir helfen. Hast du noch mehr von ihnen gesehen ?| flüstert er ihr zu.
|Es sind zehn an der Zahl, fünf bewachen hier die Vorderseite, fünf sind den Pfad entlang auf dem Weg nach hier oben, sie müssten in drei Minuten bei mir sein !|
|Gut, dass verschafft uns ein wenig Zeit, eine Idee, wie wir sie am Besten ausschalten ?|
|Es sind Sucher und Vollstrecker des dritthöchsten Ranges, es wird nicht so einfach sein, wie bei den Patrouillen, sie haben schon gemerkt, dass nicht nur ich hier bin.|
Er schaut hinunter zu ihnen und merkt, dass sie recht hat, zwei Sarafanen bewegen sich in seine Richtung, die Zeit drängt, sie müssen handeln!
Noch nie habe ich so talentierte Sarafanenkrieger gesehen, wo bin ich hier nur gelandet!?
|Also gut, es geht nicht anders, du nimmst die drei am Tempel, ich die Beiden hier bei mir, mal sehen wer schneller ist.|
|Gut! |
Sie löst sich aus dem Schatten und springt über den Vorsprung in die Tiefe.
Einen Augenblick lang scheint die Zeit um ihn still zu stehen. Als er sieht, wie sie sich aus dem Schatten löst, kann er seinen Blick nicht von ihr abwenden, fasziniert von ihrer Körperbeherrschung, verharrt er eine gefühlte Minute so, mustert sie und bemerkt auch, dass sie unverkennbar mordlüstern lächelt.
Dann löst er sich schließlich von ihrer bezaubernden Schönheit und springt selber wieder in die Tiefe. Auch er bemerkt ein kampfeslustiges Lächeln auf seinem Gesicht.
Das Katana gezückt, zielt sein Stoß senkrecht auf den Kopf des ersten Sarafanen, dieser jedoch reagiert fast unmenschlich schnell. Er muss dem Schlag ausweichen und seine Flugbahn sogar ablenken und sich abrollen.
Das muss ein Vollstrecker sein. Also der Stärkere meiner beiden Gegner, es scheint, als wird das hier schwieriger als erwartet. Schön!
Dann greift ihn der Vollstrecker auch schon wieder mit der Lanze an, während der Sucher im Hintergrund seinen Bogen gespannt hält.
Er kann gerade noch sehen, wie sie zwischen den beiden Vollstreckern steht, den einen schon mal am Bein erwischt, als er dem Pfeil ausweichen muss.
Wie in Zeitlupe fliegt dieser direkt vor seinen Augen an ihm vorbei und bleibt mit einem lauten Krachen im Baum neben ihm stecken.


Die Tatsache, dass er wie aus dem Nichts wieder aufgetaucht ist und ihr jetzt auch noch angeboten hat, sie im Kampf zu unterstützen, beflügelt sie geradezu.
Die Klingen ihrer Dolche scheinen ihre Ziele von selbst zu finden und sie ist schneller als je zuvor.
Doch ihre Gegner sind ebenfalls entschlossener denn je. Kein Vergleich mit den gewöhnlichen Kampfpriestern oder gar den Novizen, welche die Pässe und das Umland besetzen.
Diese hier haben die Ausbildung der Elite gegen die Vampire genossen und nutzen all ihre Macht, die ihnen zur Verfügung steht. Trotz ihrer schweren Rüstungen und Waffen bewegen sie sich beunruhigend schnell.
Charlet ahnt den Grund dafür.
|Hinter dir!|, erreicht sie sein Warnruf und sie weicht keinen Augenblick zu spät aus. Zu ihren Füßen schlägt ein Pfeil mit derartiger Wucht ein, dass nur noch der gefiederte Schaft aus dem Boden ragt.
Langbogen-Schützen! Auch das noch!
|pass' auf! Ihre Pfeile sind geweiht!| , warnt sie nun ihn, denn er scheint sich mit demselben Problem zu schlagen.
|Ich weiß! Aber tot werden auch die ihnen nichts mehr nützen!|
Trotz des Flüsterns, hat sie den Eindruck, als würde er lachen, was sie daran erinnert, dass er sie vorhin quasi erneut herausgefordert hat.
Nun denn...
Obwohl sie dem einen Vollstrecker kaum mehr als mittelmäßige Wunden zufügen konnte, zwingt ihn letztendlich der enorme Blutverlust in die Knie. Erst jetzt kann sie zum endgültigen Schlag ausholen.
Sie scheinen keinerlei Schmerzen zu empfinden!
Nicht nur das. Auch ihre vampirische Schnelligkeit stellt für die Sarafan-Krieger scheinbar kein ernstzunehmendes Problem dar. Sie reagieren unglaublich schnell und ihre Deckung ist fast perfekt.
Diese Kämpfer sind für den Ernstfall ausgebildet worden.
Ich komme kaum an sie heran! Wenn ich beim Zweiten auch darauf warte, bis er schließlich zusammenbricht, steht mir ein langer Kampf bevor! Ich muss irgendwie eine Lücke in seiner Verteidigung finden!
"Vorbei, Blutsauger-Weib!" bellt der verbleibende Sarafan, angesichts seines besiegten Kumpanen.
Vielleicht könnte ich...
Ein plötzlicher Schmerz explodiert in ihrem rechten Bein. Sie erwartet, einen Pfeil in ihrem Fleisch stecken zu sehen, doch es war nur ein Streifschuss, der allerdings einen tiefen Schnitt hinterlässt.
Zwischen dem grellheißen Schmerz-Feuer nimmt sie den Sarafan wahr, der seine axtartige Lanze in einem Bogen in ihre Richtung stößt.
Ausweichen kann sie nicht. Sie hat nur eine Chance.
Als die Klinge des Angreifers den Körper seines toten Kumpanen statt des ihren zerteilt, bietet sich ihr die erhoffte Lücke in der Verteidigung.
Die Verblüffung des Vollstreckers währt nur einen Herzschlag, aber mehr braucht sie auch nicht.
Ihr Lippen teilen sich zu einem Lächeln, das ihre Fangzähne entblößt, während sie ihre Dolche wieder aus seinem Körper zieht. Es ist das letzte, was er sieht, dann stürzt ihm der Boden entgegen und er fällt in Dunkelheit.
"Vorbei, Mörder!", flüstert sie.
bleibt noch der Schütze...
Der hat seinen Posten verlassen, nachdem er Zeuge wurde, wie sie seine beiden Frontkämpfer beseitigte und sucht nun eine günstigere Position. Die nächsten Pfeile wird er aus sicherer Deckung abschießen.
Sie hört ihn, kann ihn aber zwischen all den Bäumen noch nicht genau ausmachen. Er jedoch hat sie in seinem Blickfeld und zieht einen neuen Pfeil.
Charlet hingegen schlägt ihre Fänge in den Körper des zuletzt getöteten Vollstreckers. Genau solche waren es, die ihren Schöpfer töteten und seine und damit auch ihre Wohnstatt in Schutt und Asche legten!
Blut von diesen Priestern wird ihr besonders süß schmecken!
Der Schütze zielt präzise und die Vampirin trinkt fast unbeweglich. Die Bogensehne ächzt mit jedem Millimeter, die sie weiter gespannt wird.
Sie spürt den Pfeil, noch bevor sie ihn hört oder sieht.
Es ist sträflicher Leichtsinn, dass der Bogenschütze so seinen Standort preis gibt, anstatt auf Verstärkung zu warten, aber sein Todesurteil war jede Sekunde, die er sie Blut trinken ließ.
Sie lächelt.
Innerhalb von Sekundenbruchteilen löst sich ihr Körper in Nebel auf, den der Pfeil wirkungslos durchfliegt.
Dort hast du dich also verschanzt...
Als sie sich schließlich aus dem Baum wieder auf den Boden fallen lässt, stöhnt sie kurz auf, als sich die Pfeilwunde beim Aufprall bemerkbar macht.
Doch nun hat sie Zeit, zu sehen, wie sich ihr Mitstreiter schlägt. Der allerdings schlägt sich auch nicht mehr, sondern zieht soeben seine Maske wieder über sein Gesicht. Zu seinen Füßen liegen die zwei toten Sarafanen-Krieger.
Er wendet sich zu ihr um und sie meint, seine seltsamen Augen im Schatten funkeln zu sehen.

Verschiedene Empfindungen stürmen angesichts des dunklen Vampirs dort in den Schatten auf sie ein. Dankbarkeit, dafür, dass er ihr einfach so zu Hilfe kam. Erleichterung, dass es seine Klingen waren, die tödliche Streiche ausführten und nicht die der zwei Toten vor ihm. Er ging unbeschadet aus diesem Gefecht hervor.
Erstaunlich unbeschadet, wie ihr auffällt.
Und dann ist da noch die Tatsache, dass er dort nur wenige Schritt von ihr entfernt steht und nicht gegen sie, sondern mit ihr gekämpft hat. Und diese wenigen Schritte lassen sie die Scherzen fast vergessen.
Die Maske verdeckt den Großteil seines Gesichtes, doch sie sieht es an seinen Augen: er lächelt.
|also das sieht ja ganz so aus, als sei ich schneller gewesen|, flüstert er und wenn er eben noch lächelte, dann grinst er jetzt.

38

Montag, 24. März 2008, 22:41

Super Fortsetzung^^
Der Kapmf ist richtig spannend aufgebaut und hat mir sehr gut gefallen.
Bin schon sooo gespannt was es mit der Kugel auf sich hat :D
Super Arbeit :super:
Man kann aus kleinen Rollen große machen, wenn man sie nur auf ihre eigene Weise Leben lässt…
Sobald einen Menschen Zeit und Respekt gewährt werden, blüht er auf…


I´m bleeding
I´m fading
Here in my final hour
When long-lost memories return
And a voice keeps calling
“All dead and gone”


[Blind Guardians- Fallen Angel]

39

Montag, 24. März 2008, 22:43

Jop, tolle Fortsetzung. Es war schön spannend. Aber jetzt will ich auch wissen, wie es weiter geht.
Das verspricht immer interessanter zu werden. *freu*

40

Dienstag, 25. März 2008, 22:59

Eine wirklich spannende Fortsetzung ! Es ist eine wahre Freude das mit zu verfolgen !

Ein ganz fettes :super: :anbet: +:keks:
Crudelitas werkelt...guckst du ?



" I always was considered heartless "

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