So, länger kein Internet gehabt, aber gut, dass wir hier ja zu zweit sind *Charletumknuddelt*
Schonmal als kleine Anmerkung: Die Geschichte wird bald verlegt und zwar *trommelwirbel* in den ab 18 Thread
Aber hier erstmal die Fortsetzung, hoffe ihr bleibt fleißig weiter dabei!!!
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Den ersten Angriff überstanden, sieht er sie mit schnell klopfendem Herzen an, nur weiß er nicht, ob es durch das Adrenalin des Kampfes so schnell geworden ist oder durch ihren Anblick.
Denn trotz ihrer Verletzung strahlt sie eine ungeheure Stäke und Anmut aus und der Schweiß auf ihrem Körper glitzert verführerisch in der Sonne, sodass er wieder merkt, wie stark sie ihn allein durch ihre Präsenz in ihren Bann zieht.
Er geht ein paar Schritte auf sie zu, so das kaum mehr als einen halben Meter auseinander stehen...
Doch ein Pfeil durchbricht die Atmosphäre, als er mit einem dumpfen Aufschlag kurz vor ihnen in der Erde stecken bleibt.
Sie drehen sich zur Ruine um und sehen oben den zweiten Sarafanen-Trupp stehen, die beiden Sucher schon wieder mit Pfeilen am Anschlag.
Jeder einen im Visier klettern die drei Vollstrecker mit einer unglaublichen Geschicklichkeit, die Felswand hinab, dass er sich fragt, warum sie den Umweg über den Pfad hinauf genommen habe.
Doch jetzt ist keine Zeit für solche Gedanken, sie müssen sich auf den Kampf konzentrieren.
|Ich nehm die drei unten, du die beiden Oberen.| flüstert er.
Sie nickt nur und hält ihre Fangdolche bereit.
Genau passend setzen die Vollstrecker gerade schon mit gezückten Waffen am Boden auf.
Was dann passiert ist selbst für diese hochrangigen Sarafanen zu schnell, Sie wirft ihre Fangdolche mit einer so gewaltigen Wucht in Richtung Sucher, dass diese nicht mehr reagieren können, nur ein lautes Knacken ihrer zerborstenen Brustkörbe und das zischen ihrer Pfeile, die jetzt unkontrolliert gen Himmel surren, lässt sie in ihrem Tod noch erahnen, was passiert ist.
Dann fallen sie die Felswand herunter und landen mit einem dumpfen Aufprall auf dem Erdboden.
Er hingegen versinkt neben ihr in der Erde und taucht im nächsten Moment hinter den drei Sarafanen, mit gezogenen Katana wieder auf.
Als sie sich in seine Richtung dreht, sieht sie nur noch, wie die Sarafanen auf die Knie und schließlich komplett auf den Boden fallen, ihre Kehlen durchschnitten.
Ihr Atem geht schnell.
Sie sieht die Sarafanen-Kämpfer sterben, doch alles scheint so unwirklich. Ihr dämmert, dass er mit diesen gebogenen Klingen in Sekunden vollbracht hat, wofür sie vorhin mehrere Minuten brauchte.
Ein leichtes Lächeln breitet sich auf ihrem Gesicht aus.
Fantastisch!
Sie möchte nicht daran denken, wie der Kampf hätte ausgehen können, wäre sie allein gewesen! So viele wie heute waren es noch nie!
Wenn er alle seine Feinde auf diese Art...
Er schlägt das Blut von den Klingen und sieht auf.
| Schöner Wurf! | , meint er flüsternd und steckt die Katanas weg.
| Nur zwei Sucher | sie blickt auf die getöteten Vollstrecker.
Ihre Dolche ... ihr Blick wandert die Steinwand hinauf zum Vorsprung. Sie stecken noch in den Körpern der beiden Schützen.
Langsam geht sie auf die Wand zu. Jeder Schritt mit der Verwundung schmerzt wie tausend Nadelstiche, aber sie strafft die Schultern und versucht, sich nichts anmerken zu lassen. Sie will keine Schwäche zeigen, nicht jetzt! Nicht, nachdem sie gesehen hat, wie er drei Vollstrecker in der Zeit eines Wimpernschlages ausgeschaltet hat!
Verflucht,warum ist sie auch noch immer so schwach!
Als sie an den Ranken emporklettert, rauben ihr die Schmerzen fast das Bewußtsein. Doch sie beißt die Zähne zusammen.
Oben angekommen schleppt sie sich zu den Toten und löst die kostbaren Waffen aus dem Fleisch. Doch dann kann sie nichts mehr dagegen tun, dass sich ihre Brauen gequält zusammenziehen und sie sich gegen das Felsrelief lehnen muss.
"Quäl dich nicht. Das war ein geweihter Pfeil. Du weißt genau so gut wie ich, dass sich die Wunde nicht wie normalerweise schließen wird.", ertönt eine leise Stimme, fast ein Flüstern direkt hinter ihr. Erschreckt fährt sie herum und vergisst dabei, dass sie den Eindruck erwecken wollte, die Wunde sei ihr gleichgültig.
Nicht nur, dass er ihr gefolgt ist, sie hat das erste Mal seine Stimme gehört! Sie möchte die Augen schließen und ihn noch einmal sprechen hören...
Dann erfasst sie die Lage und wird blass vor Scham.
Er hat mich durchschaut!!!
Natürlich, damit hätte sie rechnen sollen.
"Lass sehen!"
Und ehe sie überhapt reagieren kann, hat er einige Schritte auf sie zu gemacht. Ihr Körper spannt sich und sie hält den Atem an.
Er kniet sich vor ihr nieder und tastet behutsam ihre Wade ab. Sie zuckt kurz, als er an die Wunde kommt, sagt aber nichts, gebannt schaut sie auf ihn hinunter.
„Es ist nur ein Kratzer.“ sagt sie.
Auch für ich ist es das erste Mal, dass er ihre Stimme hört und wieder zieht diese Vampirin ihn in seinen Bann, diesmal mit ihrer sehr weiblichen, verzaubernden Stimme
“Wir sollten trotzdem besser weg von hier und uns erst einmal alles in Ruhe ansehen, wer weiß, ob hier nicht noch mehr von ihnen sind!?
Kennst du einen Ort, an dem wir erstmal sicher sind?“
„Ja, er ist ein wenig tiefer im Wald, wir werden einen halben Tag brauchen, aber es ist sicher.“
Sie machen sich zusammen auf den Weg und sie führt in tiefer in den Wald hinein. Auf dem Weg merkt er, wie sie sich immer wieder zwingt sich ihre Verletzung nicht anmerken zu lassen, aber er weiß, dass sie starke schmerzen haben muss, er sagt aber nichts, weil er merkt, dass sie eine sehr stolze Vampirin ist.
Schließlich hält sie an einer Lichtung inne. Er stellt sich neben sie und lässt seinen Blick über eine fast unwirklich schöne Landschaft schweifen.
Mitten in der Lichtung ist ein kleiner, kristallklarer Teich. Seerosen schwimmen auf ihm und man kann die Fische schwimmen sehen. Rund herum wachsen vereinzelnd Wassergräser und am Ufer schwirren Glühwürmchen um die Blumen, die er hier kaum erwartet hätte. Der Rest der Lichtung ist von Moos bewachsen und lässt den Boden unter ihnen unglaublich weich erscheinen.
| Das ist mein liebste Plazt im Wald. | flüstert sie und weiß selber nicht genau, warum sie ihn ihm so bedenkenlos Preis gibt.
Erst jetzt merkt er, dass es schon dunkel um sie herum geworden ist.
Der Mond steht nun hoch am Himmel und taucht die Lichtung in ein silbriges Licht, was diesen Ort nun noch magischer erscheinen lässt.
Unwillkürlich muss er sie ansehen und als sie das merkt dreht sie sich auch zu ihm.
Nur das Spiegelbild des Mondes im Teich trennt die Beiden jetzt noch voneinander.