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61

Montag, 26. Mai 2008, 19:35

Oh wie schade, jetzt trennen sie sich erst wieder...
Aber immerhin ne klasse Fortsetzung :super:
Freu mich schon auf mehr^^
Man kann aus kleinen Rollen große machen, wenn man sie nur auf ihre eigene Weise Leben lässt…
Sobald einen Menschen Zeit und Respekt gewährt werden, blüht er auf…


I´m bleeding
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Here in my final hour
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And a voice keeps calling
“All dead and gone”


[Blind Guardians- Fallen Angel]

62

Montag, 26. Mai 2008, 20:41

Wow das ging jetz aba ma schnell :freu:
Da kann ich mich Souli nur anschließen echt :super: Fortsetzung.
Die Hölle war schon voll...
...also bin ich zurückgekommen...

Serilion

Internet's Spamkiller

Beiträge: 167

Wohnort: Underworld of the Web

Beruf: Informatiker

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63

Dienstag, 27. Mai 2008, 15:34

So, ich lese jetzt schon lange genug mit, ohne was zu schreiben, sry.
Aber das hole ich jetzt nach *tief Luft hol* :

Die Story ist :super: !!!

Vor allem die Gefühle sind sehr gut rübergebracht, man kann sich richtig in die Lage der Beiden hinein versetzen.

Macht schnell weiter!
To be a Kinght of the Vampires
is your destiny. Come with me and become
a true
Warrior

64

Mittwoch, 28. Mai 2008, 13:32

Das ist wieder eine klasse Fortsetzung. Kann garnicht genug davon kriegen.
Die Geschichte ist einfach schön. Ich freu mich schon auf die nächste Fortsetzung.
Weiter so :freu:

65

Dienstag, 3. Juni 2008, 21:41

Dankeschön :freu:
Freut uns, dass die Geschichte noch immer so gut gefällt.
Und deshalb darf ich auch ankündigen, dass die eigentliche Geschichte jetzt erst richtig losgeht ;) Man darf also gespannt sein!

Ab jetzt wird es aber auch etwas länger dauern, bis wir einen neuen Teil reinsetzen können, weil unser Vorrat an fertig geschriebenem hiermit erstmal aufgebraucht ist :P
Aber wir arbeiten weiter dran ^^

____________________________________________________________________________________________________________________________________________

Sie streift eine ganze Weile durch den Wald, mal lächelt sie, mal weint sie und immer wieder gleiten ihre Hände über seinen Anhänger um ihren Hals. Juwelen, Silber, Granit...all das nimmt sie fast überdeutlich war und ihre Gedanken beschäftigen sich immer öfter mit der Frage, was dieser Anhänger für ihn bedeutet. In den Granit sind Symbole eingekerbt, welche sie liebevoll mit dem Finger nachfährt. Ist sein eigenes darunter?
Nach der Hälfte der Nacht weiß sie, was zu tun ist. Die Idee kommt ihr fast gegen ihren Willen, aber jedes Mal, wenn sie einen Blick auf diesen Anhänger wirft, dann scheint etwas in ihr sie geradezu zu drängen.
Langsam, als würde sie sich anschleichen, geht sie zurück zum Sims. Unterwegs versucht sie, seine Aura wahrzunehmen, aber er hat diesen Ort bereits verlassen. Traurigkeit und Erleichterung streiten kurz in ihr. Aber nur kurz. Was bleibt, ist ein bittersüßer Schmerz. Unwillkürlich sieht sie sich um, ob Spuren ihres Kampfes zurückgeblieben sind, aber die Lebewesen des Sumpfes haben ganze Arbeit geleistet. Die Beute ist längst verteilt.
Als sie wieder in der Halle mit der Kugel steht, schlägt ihr Herz wild. So war es jedes Mal, wenn etwas wichtiges passiert ist, überlegt sie zitternd. Und sie weiß, was zu tun ist.
Auch die Lichter in der Kugel scheinen aufgeregt: flirrend und hellleuchtend warten sie gierig.
Langsam beugt sie sich über die Kugel und legt ihr Stirn an das kühle Material, welches bei dieser Berührung automatisch wärmer wird, und das nicht von ihrer Haut.
Wieder sieht sie die ganzen Bilder, die sie nicht versteht. Sie erkennt flüchtig Voradors Villa, seltsame Runen und ein verschlungenes Zeichen. Aber diese Bilder kommen jedes Mal, wenn sie mit der Kugel in Kontakt tritt. Das sind bekannte Eindrücke, ebenso, wie das kurze Bild einer Apparatur, die sie noch nie gesehen hat. Danach kommen endlich ihre eigenen Erinnerungen: Als sie erwachte, das erste Blut, das erste Mal töten. Sie wimmert leise, als die Kugel ihr Erinnerungen zeigt, die sie schmerzen, aber da muss sie durch.
Endlich, als sie denkt, sie könne all diese Bilder nicht mehr ertragen, blickt sie in rubinrote Augen mit seltsamen Zeichen in der Iris, umrahmt von pechschwarzen Wimpern. Die Farben scheinen in der Kugel verstärkt. Ihr Kampf auf dem Dach, bei dem sie leise lächelt, der Kampf gegen die Sarafanen, die Nacht...
Die Nacht.
Blutige Tränen rinnen über ihre Wangen. Sie umarmt die warme Kugel und weint hemmungslos.
Jedoch, die Kugel fordert den ihr zustehenden Tribut und die Erinnerungen gehen weiter, bis sie auch den Anhänger im Innern der Kugel sieht.
Fast widerwillig lässt sie von der Kugel ab, aber die Lichter haben sich beruhigt. Ein paar weitere Erinnerungen sind in der Kugel.
Sie sind ihre größten Schätze.


Er macht sich auf den Weg nach Uschtenheim, er hat das Buch und kann jetzt seine Karte von Draz abholen.
Doch muss er vorher erst einen Unterschlupf finden und bis zur Dämmerung warten, denn auch, wenn er vermummt ist, ist er nicht immun gegen das grelle Sonnenlicht.
Als er die Waldgrenze erreicht, sieht er sich um.
Der Gebirgspass nach Uschtenheim, dort werde ich sicher eine Höhle finden, in der ich den Mittag abwarten kann.
Den Weg nach Uschtenheim kennt er, auch außerhalb des Pfades, denn dort ist er sicherer vor den Truppen der Sarafanen.
Sein Weg führt nicht weit entfernt vom Pass entlang, damit er immer noch sehen kann, ob sich eine Truppe nähert.
Als er an einer Höhle angekommen ist, setzt er sich und genießt erstmal den Schatten.
Die Sonne hat ihn zwar nicht verbrannt, doch ist es anstrengend für einen Vampir, sich während des Sonnenhochstandes zu bewegen.
Er nutzt die Zeit, um einen Blick in das Buch zu werfen, welches so wichtig für Draz ist.
Lustlos blättert er sich durch Zeichen und Zeichnungen, die er nicht versteht, es ist die alte Sprache.
Hmm, so etwas altes hat wahrscheinlich heute keine Bedeutung mehr. Aber lassen wir dem alten Mann seinen Spaß beim übersetzen.
Als er das Buch zuklappt fällt ihm ein Symbol ins Auge.
Hastig schlägt er das Buch wieder auf und blättert nach der Seite.
Als er sie findet starrt er auf sein eigens Clansymbol.
Seit der Zerschlagung seines Ordens durch die Sarafanen hat er es nicht mehr gesehen, außer natürlich bei sich selbst.
Er überlegt, was das bedeuten könnte, kommt aber zu keinem Schluss, weil ihm die Zeichen nach wie vor nichts sagen.
Er wird Draz um hilfe bitten müssen.
Er knurrt bei dem Gedanke...
Kuro klappt das Buch zu und steckt es wieder in seinen Mantel.
Dann lehnt er sich zurück und schaut sich den Himmel an.
Seine Gedanken schweifen vom Buch über zu der Vampirin und ihm fällt auf, dass er nicht einmal ihren Namen kennt. Er vermisst ihre Nähe, hat aber gleichzeitig das gefühl, als würde er sie bald wiedersehen.


Als Charlet erwacht, liegt sie noch immer im Raum mit der Kugel. Wider Erwarten hat sie doch geschlafen. Sie ist vielleicht fast hundert Jahre alt, aber das Siegel nötigt sie, regelmäßig wieder Kraft zu tanken - in Form von Schlaf und Blut.
Geschlafen hat sie, Blut ließe sich auftreiben. Sie springt vom Mauersims hinab in die Dunkelheit.

Wenige Stunden später sitzt sie gestärkt auf einer halbverfallenen Säule und fühlt sich unendlich allein. An Füßen und Händen hat sie die üblichen Verbrennungen, die sie sich auf der Jagd und beim Herumstreifen stets zu holen pflegte. Sie ist sie gewohnt und beachtet sie kaum. Wäre sie ein Mensch, ihre Gliedmaßen wären wohl längst entstellt, aber ihr vampirischer Körper verwandelt jede Wasserverbrennung binnen weniger Stunden wieder in schimmernde, helle Haut - makellos, wie ihr Schöpfer zu sagen pflegte.
Wichtiger ist ihr, dass man von hier aus den Mond sehen kann und wenn sie nach unten blickt, ein Heer von Glühwürmchen.
Nach Kräften versucht sie, sich abzulenken. Trotzdem dreht sie dabei unablässig seinen Anhänger zwischen den Händen.
Dass Sarafanen bis hierhin vorgedrungen sind, beunruhigt sie. Sie waren ja sogar auf dem Sims gewesen. Die Kugel muss woanders hin...

Mit der Kugel in den Händen läuft sie auf Wegen, die nur sie selbst kennt, immer weiter in das undurchdringliche Grün dieses Urwalds. Ihr Ziel ist eine weitere Ruine, die ein Mensch gar nicht betreten könnte, wie sie auf ihren Streifzügen festgestellt hatte, da der ursprüngliche Eingang verschüttet ist. Kein Mensch wäre in der Lage, den schmalen Spalt zu erreichen, den sie selbst nur mithilfe ihrer Nebelgabe erklimmen kann.
Im Innern erwartet sie wieder tiefste Düsternis, so tief, dass selbst ihre vampirischen Augen Mühe haben, die Dunkelheit zu durchdringen.
Da! Ein falscher Schritt und sie verliert das Gleichgewicht. Die Kugel gleitet ihr aus den Händen und rollt davon - direkt auf einen Abgrund zu, an dem die Decke des Raumes eingebrochen ist. Panisch springt sie hinterher, als sie die Kugel auch schon in die Tiefe hüpfen hört.
Sie sorgt sich nicht darum, dass die Kugel zerbrechen könnte, denn das ist offensichtlich unmöglich, aber was, wenn sie dort landet, wo sie selbst nicht mehr an sie herankäme?
Beherzt springt sie hinterher in den Abgrund. Was mit ihr selbst passieren könnte, ist ihr ziemlich gleichgültig. Sie sieht nur, dass sich die einzigen Erinnerungen, die sie je besessen hatte, gerade davonmachten.
Die Schwärze verschluckt sie, als sie fällt. Mehrmals schlägt sie an steinernen Vorsprüngen auf, aber noch immer stürzt die Kugel in die Tiefe!
Als sie wieder zu sich kommt, schmerzt ihr gesamter Körper. Das Blut, welches sie gerade erst getrunken hat, verlässt ihren Körper nun auf dem Weg mehrerer Wunden. Ein stechender Schmerz sagt ihr, dass ihre Schulter ausgerenkt ist und auch ihre Knöchel und Handgelenke haben schon bessere Zeiten erlebt. Wimmernd vor Schmerz wartet sie auf die Regeneration, die sich in einem leisen Pulsieren zwischen ihren Muskeln bemerkbar macht. Es ist schmerzhaft, besonders als ihre Sehnen, die Knochen wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückziehen. Ihre Schnitte und Schürfwunden sind dagegen vernachlässigbar.
Sie stöhnt und zieht mit zusammengebissenen Zähnen die Klauen unter ihr durch den Boden, aber jede Regeneration lässt sich irgendwie überstehen. Bald, bald wäre es vorbei - sie muss nur durchhalten!
Als sie die Augen schließlich keuchend wieder öffnet, nimmt sie ein schwaches Glimmen zu ihrer Rechten wahr. Die Kugel - da liegt sie und leuchtet unschuldig in einer Felsnische.

Als sie auf die Kugel zukrabbelt und glücklich ihre Hände auf diese legt, leuchtet der Orb in warmem Licht auf und erhellt kurzzeitig die Umgebung.
Hier ist ein Gang! Aufgebrochen wie ein Riss in einer Schale. Neugierig richtet sie sich auf und ignoriert ihre knackenden Gelenke.
Wo war sie? Und wo führte dieser Gang hin?
Die Kugel an sich gedrückt schleicht sie vorsichtig aber unendlich gespannt durch den zerklüfteten Durchgang.

*************************************************************


66

Mittwoch, 4. Juni 2008, 13:43

Wieder eine schöne Fortsetzung und wieder mal ein offenes spannendes Ende.
Bin ja mal gespannt, was es mit dem Zeichen im Buch auf sich hat und, wo Charlet jetzt ist.

Wirklich sehr sehr spannend. Weiter So .

67

Mittwoch, 4. Juni 2008, 19:56

Wirklich klasse Forsetzung, bin auch ganz gespannt, wo sie sich jetzt befindet^^
Klasse Geschrieben :super:
Man kann aus kleinen Rollen große machen, wenn man sie nur auf ihre eigene Weise Leben lässt…
Sobald einen Menschen Zeit und Respekt gewährt werden, blüht er auf…


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Julian

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68

Donnerstag, 6. November 2008, 12:14

Sooooo lang, lang ists her, aber ich hoffe ihr erinnert euch noch an unsere Story ;)
Wir sind stolz, nach dieser Abwesenheit euch weitere Einblicke in unsere Geschichte geben zu können, hoffentlich gefällt sie euch weiterhin :super:

________________________________________________________________________


Als es dunkler geworden war, macht er sich auf den Weg nach Uschtenheim.
Er weiß, dass er Draz wieder im 'roten Raben' treffen würde, aber vorerst braucht er Nahrung, der Weg durch die Sonne hatte ihn doch mehr Kraft gekostet, als er dachte.
Er überlegt kurz und entschließt sich dann zu einer Jagd in der Stadt, denn selbst Nachts bietet Uschtenheim noch ein reges Treiben und die Gefahr von einer Sarafanen-Patrouille erwischt zu werden ist ziemlich gering, wenn man sich nicht dumm anstellt.
In Uschtenheim angekommen, verschmilzt er mit dem Schatten, der ihm von den vielen kleinen Gassen geboten wird und begibt sich auf die Jagd.
Eine weile streift er so durch die Gassen ungesehen und unbemerkt, er spürt die Anwesenheit der Menschen um ihn herum, doch spüren die Menschen ihn nicht, ihre Sinne sind nicht so ausgeprägt wie die der Vampire.
Dann spürt er einen Hauch von Blut in der Luft, ein süßer, lieblicher Duft einer jungen Frau, er folgt der Fährte, immer von seinen Sinnen und Instinkten gelenkt, bis sie ihm zu einer Gasse hinter einer Spelunke führen.
Dann sieht er sein Opfer, die junge Frau steht ein paar Meter vom Hintereingang entfernt und wäscht ihren blutenden Finger in einem Wassertrog, den Schnitt hat sie sich bei der Arbeit zugezogen.
Er genießt die Jagd.
Erregt von dem Duft ihres Blutes wandelt er blitzschnell durch die Schatten, muss aber dabei aufpassen, nicht von dem Licht gefangen zu werden, was von der offenen Tür ausgeht.
Doch ist er erfahren in der Jagd und im nächsten Augenblick steht er hinter ihr.
Die junge Frau lässt vom Waschen ihres Fingers ab und schaut verängstigt in die Gasse, sie hat ihn nicht gesehen und spürt ihn nicht, doch den Lufthauch, mit dem er sie gestreift hat fühlt sie.
Die Menschen fürchten die Dunkelheit, denn sie fürchten, dass sich in ihr das Böse verbirgt und sie haben recht!
Er umfasst die Frau mit seinem linken Arm, so dass sie sich nicht mehr rühren kann, mit der rechten Hand fährt er langsam ihre Kehle entlang, er spürt ihre Angst, er spürt, dass sie unfähig ist sich zu bewegen, zu schreien. Er ist auf dem Höhepunkt seiner Jagd.
Dann beißt er zu und genießt ihr junges Blut in vollen Zügen.
Jetzt spürst du mich!
Als er sein Mal beendet hat, legt er den toten Körper in die Dunkelheit an die Hauswand und macht sich auf den Weg zu Draz.
Das letztes was er hört ist den sich aufregenden Spelunkenbesitzer, der wütend in die Nacht hinaus schreit und der Frau mit der Kündigung droht, nicht wissend, dass er sie am nächsten Morgen ein paar Meter weiter tot neben der Mauer finden wird.
Da, wo jetzt noch die Dunkelheit herrscht.



Der düstere Gang scheint kein Ende zu nehmen und das schwache Leuchten der Kugel ist ihr einziger Trost in dieser Schwärze. Sie liebt die Nacht, aber dieses schwarze Nichts ist damit kaum zu vergleichen.
Irgendwann stolpert sie über ein paar Geröllbrocken in eine Kammer, die eindeutig nicht natürlichen Ursprunges ist. Der rechteckige Raum hat schon bessere Zeiten gesehen, aber er muss einmal sehr prachtvoll gewesen sein. Halbverwitterte Reliefs zieren die Wände, auf denen engelhafte Figuren in einer Prozession dargestellt sind. Fremdartige Muster bedecken jeden Quadratzentimeter der Steinwände. Edelsteine sind verschwenderisch als Zierde eingefügt.
Staunend und ein wenig verwundert steht Charlet in diesem Raum, dessen Decke sich über ihr in der Dunkelheit verliert und presst die Kugel gegen ihre Brust.
Wo ist sie hier?
Diese Ruinen ähneln denen, welche sie aus dem Sumpf kennt, aber diese Figuren sieht sie zum ersten Mal. Sie erinnert sich vage, dass solche Reliefs in den überirdischen Ruinen fehlen.
Man hatte sie herausgebrochen...
Waren das die Baumeister?
Waren sie diejenigen, deren Ruhm sie wiederherstellen sollte?
Aber warum sahen sie dann so anders aus als sie selbst? Keine Vampire, sondern Vogelmenschen...

Aus dem Augenwinkel sieht sie Metall glimmen und neugierig tritt sie näher. Eine Tür! Eine Tür aus Metall. Ihre Augen werden weit und schnell zieht sie einen ihrer Dolche.
Tatsächlich sind sie aus demselben rötlichen Metall.
Und wieder einmal fragt sie sich, wer ihr Schöpfer eigentlich war. Es ist das erste Mal, dass sie dieses Metall noch einmal sieht, denn die Menschen kennen es nicht.
Aber sie steht vor einer Tür und so steckt sie den Dolch wieder weg.
Hinter dieser Tür muss etwas sein.
Mit Mühe gelingt es ihr, wenigstens einen der massiven Türflügel soweit aufzuziehen, dass sie durch den Spalt schlüpfen kann und drinnen ist es viel heller.
Sie blickt in einen annähernd runden Raum. Auch hier ist vieles aus Metall, aber die Vielzahl der ihr bis dahin unbekannten Dinge, die sie hier sieht, lässt sie beinah taumeln. Gewaltige Räder und Scheiben aus Metall hängen an den Wänden. Ein Gewirr von metallenen Rohren zieht sich von Pfeiler zu Pfeiler. Als sie staunend näher tritt, erschrickt sie plötzlich fürchterlich.
der Boden unter ihren Füßen ist nicht nur kalt und so glatt, wie sie noch keinen Boden sah. Er ist auch durchsichtig! Lediglich eine feine Aderung wie die von Marmor ist zu erahnen. Wie ist so etwas möglich? Stein, durch den man hindurchsehen kann?
Verblüfft lässt sie sich auf die Fersen nieder und fährt mit ihren Krallen über die unnatürlich glatte Oberfläche, doch außer einem furchtbaren quietschend-kreischenden Geräusch bleibt nicht die geringste Kerbe zurück.
Auch unter dem durchsichtigen Stein liegen riesige metallene Scheiben und Räder.
Was ist das für ein Raum?
Und diese Apparatur in der Mitte, wozu nützt die? Neugierig umkreist sie die Einrichtung mehrmals, aber der Sinn des ganzen erschließt sich ihr einfach nicht.
Alles ist schön und seltsam. Aber sie versteht es einfach nicht.
Dann endlich entdeckt sie etwas, was ihr seltsam vertraut vorkommt: An einer der Wände sind mehrere metallene Zylinder angebracht. Gegen die überragend gewaltigen Dinge im ganzen Raum sehen sie nahezu unscheinbar aus, und doch... woher glaubt sie bloß, diesen Anblick zu kennen? Nachdenklich legt sie den Kopf schief.
Sie kommt nicht drauf, bis ihr Blick auf die Kugel in ihren Armen fällt in deren Glas sich die Metallzylinder beinahe verschwörerisch spiegeln.
Sie kann es kaum glauben, aber langsam dämmert ihr, woher sie diese Zylinder kennt und so hebt sie die Kugel langsam und noch immer zutiefst verwirrt an ihre Stirn und schließt die Augen...

Wieder die altbekannten Bilder, von denen ihr einige bereits verhasst sind. Ihr Anblick schmerzt sie, obwohl es die Erinnerungen ihres Meisters sind.
Da! Wie elektrisiert fährt sie auf und starrt die Zylinder an. Sie hat sie tatsächlich in der Kugel gesehen!
Ihre Gedanken überschlagen sich. Ihr Schöpfer war hier!
Doch die Zylinder sehen anders aus. Zitternd streckt sie die Hand nach dem zweiten von ihnen aus und dieser gibt dem leichten Druck ihrer Finger nach und senkt sich in die Wand. Aufgeregt widmet sie sich den übrigen Zylindern, bis die Apparatur genauso aussieht, wie das Bild in der Kugel.
Sie glaubt ein leichtes Vibrieren in der Wand zu spüren. Leise klickende Geräusche zu vernehmen...
Und wie von selbst wandert ihr Blick zu dieser Gerätschaft in der Mitte des Raumes.
Was wäre wenn...?
Zwei Griffe. Sie wird beide Hände brauchen.
Kurzentschlossen schlüpft sie aus ihrer Jacke, wickelt die Kugel hinein und knotet das Bündel an ihren Gürtel.
Fest starrt sie auf die Apparatur, spannt ihre Muskeln und spreizt ein paarmal die Klauen, um sich Mut zu machen.
Ihr Schöpfer war hier, ihr Schöpfer war hier, es hat alles einen Grund!
Dann aktiviert sie die Maschinerie.

Grelle Lichtblitze stürmen auf sie ein und sie schreit vor Angst auf. Blitze zucken durch die Luft und knallen wie massive Peitschenhiebe um sie herum. Als sie das Licht nicht mehr ertragen kann, schlägt sie wimmernd die Hände vor ihr Gesicht uns ergibt sich ihrem Schicksal.
Dann ist alles still, nur ihr eigener Herzschlag dröhnt durch ihren Körper. Sie zittert am ganzen Leib. Was ist bloß passiert?
Um sie herum sieht alles noch aus, wie zuvor auch.
Was ist geschehen?




Als er am 'Roten Raben' ankommt wartet Draz schon auf ihn.
Als er Kuro sieht nickt er ihm zu und bedeutet ihm damit ihm in die dunkle Gasse zu folgen. Kuro folgt ihm und schließt sein Hände fest um das Buch, tausend fragen hat er, doch weiß er nicht, ob Draz ihm helfen kann sie zu beantworten. Warum verdammt noch mal ist das Symbol seines Clans in einem so alten Buch, was für ihn nichts weiter als ein Relikt vergangener Vampirzeiten ist?
„Nun, hast du das Buch dieses Mal dabei?“
„Ja, doch bevor ich es dir gebe, musst du mir etwas beantworten.“
„Oh, wie ich sehe hast du ein wenig in dem Buch gestöbert. Lass mich raten, du willst wissen, was ich über deinen Clan weiß und warum sein Zeichen in diesem alten Buch zu finden ist...
Es tut mir Leid, ich werde dir nicht helfen können. Das Buch war vor langer Zeit in meinem Besitz, dennoch hatte ich nicht viel Zeit es zu studieren... aber ich mache dir ein Angebot.
Suche den Ort auf, der auf der Karte verzeichnet ist und beachte, wenn du ihn gefunden hast die Vampirglyphen am Kartenrand, ich habe sie dir übersetzt. Wenn du dort gefunden hast, was du suchtest, komme wieder zu mir, ich werde in der Zeit das Buch studieren und dir dann gegen einen kleinen Gefallen den Auszug, der über deinen Clan geschrieben übersetzt haben.“
Es ist dunkel, doch ist das Grinsen in Draz altem zerfallenen Gesicht kaum zu übersehen, denn er weiß, dass Kuro auf diese Übersetzung brennt und seine Bezahlung dementsprechend hoch ausfallen wird.
„Abgemacht und nun sag mir wo die Karte ist.“ sagt er möglichst gleichgültig.
Es ärgert ihn so auf die Hilfe eines Menschen angewiesen zu sein.
Er streckt Draz das Buch hin, der es erst einmal gründlich in Augenschein nimmt.
„Die Karte ist in einem Kästchen hinterm dem Schild vom 'Travelers Inn', weißt du, wo das ist?“
„Ja.“
„Gut, dann verschwinde jetzt von hier, ich hab' zu tun!“
Im nächsten Moment ist Kuro verschwunden und bewegt sich geschickt über die Dächer zum Travelers Inn.
Dort angekommen wartet er erstmal im Schatten ab. Auch wenn dies eine hässliche und dunkle Gegend ist, gibt es Patrouillen hier, doch es scheint gerade alles ruhig.
Lautlos verschwindet er im Dach und im nächsten Augenblick kommt seine Hand in der Wand hinter dem Schild wieder zum Vorschein. Er schnappt sich die Kiste und kommt mit ihr auf dem Dach wieder hervor.
Endlich habe ich sie!
Die Karte sieht aus als wäre sie erst gerade gezeichnet worden, selbst der Rand ist makellos.
Draz hat wieder mal volle Arbeit geleistet.
Auch die Übersetzung der Glyphen ist dabei, doch schwanken seine Gedanken von der Karte ab, als er den silberweißen Ring an seiner Hand erblickt.
Ich hoffe es geht dir gut! gedankenversunken streicht er über die weiche Seide und hofft, dass seine Reise nicht allzu lang dauern wird.
Dann verschwindet er in der Dunkelheit und macht sich auf den Weg zu dem geheimen Ort, dem ihm die Karte nun Preis gibt!
Endlich wird er den Schleier, der die Geschichte seines Clans umgibt ein wenig lüften können.

69

Dienstag, 3. März 2009, 13:23

Bin nach langer Zeit doch noch der erste. Na dann will ich mal.

Die Geschichte ist wieder sehr spannend.
Jetzt kommen aber die richtig interessanten Abschnitte aus der Vergangenheit der beiden. Und wieder wo es spannend wird "seufz"
Bin ja mal gespannt, was dabei herauskommt :freu:

Wieder super klasse =)

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